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  • AutorenbildAileen Stechow

Warten auf einen Therapieplatz - Was du für dich selbst tun kannst

Aktualisiert: 27. März 2023


Weniges ist schwerer und frustrierender als die Suche nach einer Therapeut*in, bei der du dich aufgehoben und gesehen fühlst. Vielleicht hast du dich schon damit beschäftigt, welche unterschiedlichen Therapieansätze und -formen es gibt, wer welche Kosten übernimmt, wie lange die Wartezeiten sind und vielleicht hast du sogar schon entschieden, mit wem und wie du Kontakt aufnehmen möchtest. Wenn du das alles überstanden hast, bist du schonmal einen riesigen Schritt weiter, denn der Markt an Therapeut*innen, Berater*innen, Coaches usw. ist zugegebenermaßen einfach sehr unübersichtlich.


Vielleicht hast du dich auch schon entschieden, mit wem und wie du Kontakt aufnehmen möchtest oder vielleicht sogar eine Anfrage gestellt und die Info bekommen, dass das erste Treffen leider erst in x Monaten stattfinden kann oder du auf die Warteliste kommst. So oft habe ich am Telefon schon den Satz gehört: "Aber mir geht es doch jetzt schlecht, was soll ich denn in der Zeit machen, bis die Therapie losgeht?". Das ist tatsächlich einfach ein Dilemma und leider gibt es keine schnellen (Er-)Lösungen.


Wenn du diese erste Ernüchterung bewältigt und dich entschieden hast, trotzdem dran zu bleiben und nach Wegen zu suchen, wie dein Leben schöner, lebendiger und reicher werden kann, dann kannst du dir schon einmal von Herzen danken und stolz auf dich sein, denn das ist der Boden, in den du die Saat für Veränderungen sähen kannst. Ohne den Boden geht es nicht.

Und auch, wenn sich das Warten auf die Therapie oft schwer und frustrierend anfühlt, gibt es einiges, was zu auf jeden Fall für dich tun kannst - und was dir übrigens auch während einer Therapie helfen kann, Veränderungen tatsächlich in deinem Alltag umzusetzen und zu spüren.



Wie auch das ganze Gebiet Therapie und Beratung ziemlich unübersichtlich, so ist es natürlich auch mit allem, was Selbsthilfe, Ratgeber, Kurse betrifft. Letztlich gibt es natürlich für das Leben kein Rezept und auch keine Anleitung - und es gibt letztlich auch nicht wirklich jemanden, der dir sagen kann "wie es geht". UND was ich dir aus meiner Erfahrung mit mir selbst und auch mit Klient*innen einfach ans Herz legen kann, ist, dass es sich lohnt, zu schauen, wie jemand generell mit dieser Frage, mit dem Leben an sich, mit sich selbst und mit anderen Menschen umgeht.


Ich werde dir hier im Blog "Tools", Kurse oder Angebote vorstellen, mit denen ich selber arbeite, die ich auch meinen Klient*innen immer wieder empfehle, weil ich kurz gesagt, einfach an sie glaube. ...und weil ich an mir selbst immer wieder erfahre, dass sich kleine Dinge verändern. Heute fangen wir mit einem sehr umfangreichen Online-Selbsthilfe-Kurs von meiner lieben Kollegin Dami Charf an.


Online-Kurs "Mit Trauma leben" von Dami Charf


Wie du vielleicht auf meiner Website schon gelesen hast, ist für mich ein zentrales "Therapieziel" (auch wenn ich den Begriff nicht sehr mag, weil er suggeriert, dass man irgendwann ein Ziel erreicht hat und dann ist alles gut, was einfach nicht so ist ;)), mehr Selbstregulation in sich zu etablieren. Das heißt, z.B. dass du mehr Ruhe und Stabilität in dir fühlst, mehr Boden bekommst, dich mehr und mehr selbst beruhigen kannst und dich von Emotionen und Reizen weniger überwältigt fühlst.

Alle Details usw. findest du auf Damis Website - wie auch unendlich viele sonstige Informationen und Angebote rund um das Thema Trauma, unter anderem bietet Dami auch Fortbildungen für Therapeut*innen nach ihrem Ansatz Somatische Emotionale Integration (SEI®) an. Also wenn du noch nicht über sie gestolpert bist, stöbere gern mal in ihrem Blog und auf dem Youtube-Kanal (youtube.com/damicharf). Meiner Erfahrung wird es einfach so viel leichter, sich mit sich und den eigenen Macken zu beschäftigen, wenn du merkst, dass du überhaupt nicht alleine bist und wir alle gar nicht so wahnsinnig unterschiedlich sind. Und irgendwie versuchen wir ja alle nur, einen Schritt vor den anderen zu setzen und rauszufinden, wie das geht mit dem Leben.


Weil das hier sonst zu weit führen würde, möchte ich dir nur kurz die groben Inhalte des Kurses beschreiben und weshalb er dir einfach viel bringen kann, egal ob du schon therapeutische Begleitung hast oder noch in der Vorbereitung bist. Der Kurs startet meist zweimal im Jahr und beinhaltet Videomaterial, begleitete Webinare und eine Online-Community, wo du dich mit anderen austauschen oder zum Üben verabreden kannst. Zunächst kannst du dich für den unverbindlichen Schnupperkurs anmelden und bekommst dort schon einmal konkrete Übungen und Impulse, die du für dich ausprobieren kannst, bevor die Anmeldephase startet.


Informiert sein


Du bekommst viel Hintergrundwissen und Informationen rund um das Thema Bindung, Entwicklungs- und Schocktrauma - sowie darüber, wie wir als Menschen überhaupt „funktionieren“, z.B. wie Emotionen entstehen, sich im Körper auswirken, was passiert eigentlich bei Stress uvm. Diese „Psychoedukation“ - also dich selbst und die inneren Prozesse zu verstehen - ist Teil jeder Therapie und je mehr du dich mit dir und deinem Inneren auskennst, desto leichter wird es, neue Dinge auszuprobieren und dir selbst immer mehr auf die Schliche zu kommen. Und mal ganz pragmatisch gesagt… was du schon weißt, kannst du natürlich mit in deine Therapie nehmen und alles, was du dir dort erarbeitest, fällt schon auf den Boden von deinem Wissen.

Wirkliche Veränderungen ins Leben bringen


Weil Wissen eben nur die Basis ist, aber an deinem Erleben und Lebensgefühl meist noch nicht viel verändert, bekommst du im Kurs unzählige „Übungen“, Impulse und Dinge, die du ausprobieren kannst, um neue Erfahrungen zu machen und einfach auch um dich selbst und wie du tickst, zu erforschen. Dazu gehören z.B. Übungen, um dich mehr und anders in deinem Körper zu spüren, dich zu orientieren, deine Grenzen zu erforschen und deinen Raum einzunehmen. Das klingt hier jetzt erstmal nicht rasend spektakulär, aber ich kann dir aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass sich, wenn du dran bleibst und dich damit immer wieder ausprobierst, eine Menge verändern wird. Und dabei geht es nicht um die große Erleuchtung, sondern um die vielen kleinen neuen Erfahrungen und Schritte, die den Grundton deines Lebensgefühls wärmer und leichter machen können.


Ausprobieren


Eine Therapie, ein Kurs oder was auch immer du lernen und ausprobieren möchtest, ist ja immer eine Art von Investition. Von Zeit, Hoffnung, Energie und letztlich natürlich auch von Geld. Niemand wird dir sagen können, was „das Richtige“ für dich ist (falls es sowas überhaupt gibt), und wenn jemand behauptet, das zu können, kannst du schonmal grundsätzlich misstrauisch sein. Was sich meiner Erfahrung nach auf jeden Fall lohnt, ist zu schauen, welche Erfahrungen andere Menschen gemacht haben und ob du die Richtung, in der jemand unterwegs ist, für dich stimmig findest. Schau dabei darauf, was jemand tut und wie er sich im realen Leben verhält und lass dich nicht von Worten verwirren. Was jemand meint, zu tun und was sie* tatsächlich tut, sind manchmal sehr unterschiedliche Dinge ;)

Der Online-Kurs startet 2x im Jahr, das nächste Mal im Frühjahr 2023. Du kannst dich aktuell für den unverbindlichen und kostenfreien Schnupperkurs anmelden und bekommst dort schon konkrete "Übungen" zum Ausprobieren. Ich verlinke dir hier Mal die Seite zum Kurs, wenn du magst, schau einfach mal rein.





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